Habitate

Wertvolle Lebensräume der Natur
Eulenbaum HabitatSilke Rittershofer (SO)
Silke Rittershofer (SO)
Habitatbaum CN mit Eulen-Nistvorkommen

Baumhabitate sind für die Natur von unschätzbarem Wert, denn sie bieten für viele Tier-, Insekten-, Pflanzen-, Pilz- und Mikroorganismenarten Nahrung, Lebensraum, Schutz sowie Nist- und Brutstätten.

Gerade in alten, teilweise oder ganz abgestorbenen Bäumen tummelt sich das Leben, für das menschliche Auge oft zunächst nicht sichtbar. Totholz ist ein lebendiger Lebensraum und dient als Nährboden für Pilze, Bakterien und Insekten. Bei näherer Betrachtung finden sich dort viele Lebensgemeinschaften, diese bilden zusammen artenreiche Ökosysteme, die das Leben im Wald und in den Kulturlandschaften erhalten und fördern. 

Auch am KIT werden Habitate geschaffen und erhalten. Eine besondere Käferart, die als „Urwaldrelikt“ vergoldet und auf sonnige Alteichenbestände angewiesen ist, konnte bereits am KIT mehrfach nachgewiesen werden. Es handelt sich um den Heldbockkäfer/Großen Eichenbock, die Art steht unter strengem Schutz, denn er gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Da die Käfer nachtaktiv sind, finden sich oft nur ihre Fraßspuren wie Bohrlöcher im Holz und Bohrmehl am Fuße der alten Eichen. Das Vorkommen in Baden-Württemberg ist auf den Raum Karlsruhe beschränkt, insofern sind wir sehr stolz auf unsere Heldbock-Habitate, welche mit viel Engagement von Seiten unserer Baumpflege-Teams geschützt werden.

Der Eichenheldbock wird in Anhang IV der europäischen Flora- und Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) aufgeführt und zählt zu den besonders streng geschützten Arten (§7 Abs. 2 Nr. 13 und 14 BNatSchG). Mehr Infos unter www.Artensteckbrief.de